Ħal Qormi ist der drittgrößte Ort auf Malta. Von den insgesamt rund 500.000 Einwohnern der maltesischen Inseln leben dort etwa 16.500 Menschen. Aufgrund der niedrigen Lage und der Nähe zum Grand Harbour ist Ħal Qormi von mehreren Tälern umgeben. Der Ort spielte in der maltesischen Geschichte stets eine wichtige Rolle. Im Mittelalter waren selbst Teile Hamruns und Marsas sowie die Hauptstadt Valletta auf die Verwaltung und die Kirchendienste von Ħal Qormi angewiesen. Das Motto der Stadt lautet: „Altior Ab Imo – Herauf zu neuen Höhen“. Ihr Wappen, das vom Großmeister Manuel Pinto de Fonseca stammt, trägt einen silbernen Schild mit fünf roten, nach oben gerichteten Halbmonden.
Ħal Qormi ist seit den Tagen der Johanniter berühmt für seine Brotbackkunst. Sie nannten den Ort „Casal Fornaro“, das Dorf der Bäcker – und das ist es auch heute noch. Es ist überliefert, dass die Ritter ihr Brot von den Bäckereien dieses Ortes kauften, wofür er bis in die Gegenwart bekannt ist. Heute gibt es in Ħal Qormi verschiedene Wohn- und Industriegebiete, doch das Herz dieses Ortes weist mit seinen Gassen und Alleen nach wie vor die typischen Merkmale eines maltesischen Dorfes auf.
Trotz des hektischen Lebensstils sorgen verschiedene Kulturorganisationen in Ħal Qormi dafür, dass kulturelle Veranstaltungen wie „A Night in Casal Fornaro“ nicht zu kurz kommen.



























